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"Es ist ein steiniger Weg"


Zu Ehren des berühmten Heimatdichters: Freudenthal-Gesellschaft will von Soltau nach Fintel umziehen

Von Wieland Bonath, Rotenburger Kreiszeitung vom 22.02.2018


Soll Museum und Hort des Freudenthal-Nachlasses werden: Das Freudenthal-Haus in Fintel
Foto: Wieland Bonath      

FINTEL - Der Volks- und Heimatdichter Friedrich Freudenthal (1849-1929) hat seine lebenslange Liebe zu Fintel in seinem wohl bekanntesten Gedicht "Dat Dörp in stille Heide" so beschrieben: "Ick glööv, ick bün en Stück von di, wi höört tosamen beide, wat hüng süs so mien Hart an di, du Dörp in stille Heide." Die Freudenthal-Gesellschaft, 1948 in Rotenburg gegründet und seit 30 Jahren in Soltau ansässig, soll jetzt am eigentlichen Wirkungsort des überregional bekannten Dichters, Schriftstellers und Redakteurs ihren endgültigen Platz bekommen. Das prächtige Niedersachsenhaus, das nach dem berühmten Sohn der Gemeinde benannt wurde und wo er viele Jahre wirkte, soll ein Museum werden und, in eine Stiftung überführt, den umfangreichen Nachlass Freudenthals aufnehmen.

Hans-Joachim Schmidt (80), als Leitender Ingenieur auf großen Schiffen und den Weltmeeren unterwegs, zog mit seiner Frau Gesa im Ruhestand aus Kiel an der Ostsee in das beschauliche 3000-Einwohner-Dorf Fintel. Die vergangenen 28 Jahre haben den "Seebären" längst zu einen Heide-Enthusiasten werden lassen. Schmidt hat sich mit Leib und Seele der Arbeit für die Freudenthal-Gesellschaft und dem Heimatverein Fintel verschieben.

Alfred Nottorf (l) und Hans-Joachim Schmidt
am Freudenthal-Denkmal in Fintel
Foto: Wieland Bonath      

"Gegründet wurde die Freudenthal-Gesellschaft 1948 in Rotenburg im ehemaligen Hotel "Deutsches Haus" auf Initiative des Senators Hermann Konrich aus Pattensen", erinnert der 80-Jährige, der heute ehrenamtlich als Archivar arbeitet. 40 Jahre lang sei sie an der Wümme ansässig gewesen. Zu den maßgeblichen Köpfen habe der damalige Rotenburger Oberkreisdirektor Helmut Janßen gehört. Anschließend sei der Sitz der Gesellschaft auf Initiative des damaligen Vorsitzenden, Pastor Heinrich Kroger aus Soltau, nach dort verlegt worden. "Die Stadt an der Böhme hat allerdings nur wenige direkte Bezüge zu Freudenthal", sagt er. Der Vorstand tagt regelmäßig im alten Soltauer Rathaus unter Leitung des jetzigen Vorsitzenden Werner Salomon. Der Dachdeckermeister aus Schneverdingen steht seit vier Jahren an der Spitze der Gesellschaft. Die Chancen, dass das Lebenswerk und Wirken Friedrich Freudenthals in Fintel, also dem Mittelpunkt seines Schaffens, bewahrt wird, stünden laut Schmidt gut. "Inzwischen bin ich von der in Schneverdingen lebenden 89-jährigen Enkelin Freudenthals, Marianne Schröder, gebeten worden, den gesamten Nachlass des Heidedichters zu betreuen. Dazu gehören auch die Arbeiten von August Freudenthal, des jüngeren Bruders, der ebenfalls schriftstellerisch tätig war."

Friedrich Freudenthal
(1849 - 1929)
Foto: Wieland Bonath    

Ausgestellt und archiviert wird der Nachlass des Verfassers von Lyrik und Prosa auf Hoch- und Niederdeutsch zur Zeit unter anderem im Finteler Heimathaus und im Freudenthal-Zimmer im Soltauer Rathaus. Der umfangreiche Nachlass besteht unter anderem aus wertvollem Mobiliar, dem Schriftverkehr mit Künstlerkollegen, seine autodidaktische Beschäftigung mit 17 Sprachen, seine naturwissenschaftlichen Werke und natürlich die umfangreiche Freudenthal-Literatur in ihrer ganzen Vielfalt.

Zu denen, die sich über die geplante Bewahrung des Freudenthal-Nachlasses freuen, gehört Alfred Nottorf (79) aus Stemmen, der viele Jahre als zweiter Vorsitzender der Freudenthal-Gesellschaft ehrenamtlich tätig war, davon die längste Zeit als Geschäftsführer. Er begrüßt, dass Annerieke Schröder, die Ur-Enkelin des Dichters, das Freudenthal-Haus in Fintel in eine Stiftung überfuhren und zu einem Museum für den Nachlass der Freudenthal-Brüder umgestalten möchte. Dort könnte dann auch die Freudenthal-Gesellschaft ihren endgültigen Sitz haben.

"Zurzeit bemühe ich mich, die notwendigen finanziellen Mittel zu beschaffen", sagt Hans-Joachim Schmidt. "Es ist ein steiniger Weg, aber verbunden mit der Hoffnung, alles zu einem guten Ende zu bringen." Diese Aktion würde in Übereinstimmung mit dem jetzigen Vorstand der Freudenthal-Gesellschaft laufen.





Heimatdichter bald wieder Zuhause?


Enkelin Friedrich Freudenthals will Andenken ihres Großvaters als Stiftung in Finteler Museum überführen

Fintel. Friedrich Freudenthal (1849-1929) war Volks- und Heimatdichter, Verfasser von Lyrik und Prosa auf Hoch- und Niederdeutsch. Die 1948 in Rotenburg gegründete und seit 30 Jahren in Soltau ansässige Freudenthal-Gesellschaft soll jetzt im eigentlichen Wirkungsort des Dichters, Schriftstellers und Redakteurs Friedrich Freudenthal ihren endgültigen Platz bekommen. Das prächtige Niedersachsenhaus, das nach dem berühmten Sohn der Gemeinde benannt wurde und wo er viele Jahre wirkte, soll ein Museum werden und in eine Stiftung überführt, den umfangreichen Nachlass Freudenthals aufnehmen.

Die Freudenthal-Gesellschaft war auf Initiative des damaligen Vorsitzenden, Pastor Dr. Heinrich Kröger aus Soltau, nach dort verlegt worden. Friedrich Freudenthal war 1884 bis 1887 Bürgermeister der Stadt an der Böhme.

Die Chancen, dass das Lebenswerk Friedrich Freudenthals in Fintel, also dem Mittelpunkt seines Schaffens bewahrt wird, stehen gut. Der Wahl-Finteler Hans-Joachim Schmidt wurde inzwischen von der in Schneverdingen lebenden 89-jährigen Enkelin Friedrich Freudenthals, Marianne Schröder, gebeten, den gesamten Nachlass des Heidedichters zu betreuen. Dazu gehören auch die Arbeiten von August Freudenthal, dem jüngeren Bruder, der ebenfalls schriftstellerisch tätig war.

Nachlass lagert an verschiedenen Stätten

Ausgestellt und archiviert wird Freudenthals Nachlass zur Zeit unter anderem im Finteler Heimathaus und im Freudenthal-Zimmer im Soltauer Rathaus. Der umfangreiche Nachlass besteht unter anderem aus wertvollem Mobiliar, dem Schriftverkehr mit Künstlerkollegen, seine autodidaktische Beschäftigung mit 17 Sprachen, seine naturwissenschaftlichen Werke und die umfangreiche Freudenthal-Literatur in ihrer ganzen Vielfalt.

Der Vorstand der Freudenthal-Gesellschaft tagt regelmäßig im alten Soltauer Rathaus unter Leitung des jetzigen Vorsitzenden Werner Salomon, Dachdeckermeister aus Schneverdingen, der seit vier Jahren an der Spitze der Freudenthal-Gesellschaft steht. Salomon relativiert indes. Der gesamte Umzug sei noch nicht spruchreif. Da die Gesellschaft in Soltau nach der Schließung des Hauses 2 des Soltauer Museums aber kaum Räumlichkeiten zum Lagern des Nachlasses habe, sei eine Verlagerung nach Fintel durchaus im Gespräch. Das Ganze könne sich aber noch hinziehen, schließlich müssten auch in Fintel die Räumlichkeiten renoviert werden, das Geld dafür zusammengebracht werden.

Zu denen, die sich über die geplante Bewahrung des Freudenthal-Nachlasses freuen, gehört Alfred Nottorf (79) aus Stemmen, der viele Jahre als 2. Vorsitzender der Freudenthal-Gesellschaft ehrenamtlich tätig war, davon die längste Zeit als Geschäftsführer.


Böhme-Zeitung vom 23.02.2018, bn/akü 911532




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